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November 19 2009
Distelmeyers Haut.

Via ok23 auf Jochen Distelmeyer aufmerksam geworden, in thegap, tba und NEON über ihn gelesen. Via @Kratochvil dann darauf hingewiesen worden, dass er ja ganz in der Nähe spielt.
Am 7. Dezember spielt Jochen Distelmeyer (mit Ensemble) im Kino Ebensee. I’ll be there.

Zum ersten Mal in (leider scheinbar eingestellten) iqStyle über sie gelesen, 2007 oder so. Ihre EP und ihr Album sofort nach Erscheinen gekauft. Lieben gelernt, zuletzt ihren großartigen Besuch bei Stermann & Grissemann genossen.
Und dann bekomm’ ich eine Soap&Skin-Newslettermail, in der von einem ausverkauften Konzert im WUK die Rede ist. Und die schnellsten 35 Leute, die antworten, können noch Restkarten erwischen. Und so habe ich nun 2 Karten (zu je 20 Euro, was ich ja sowas von okay finde). Wer mit mir mitkommt, wird aber noch entschieden. Man sei also gespannt.
Am 9. Dezember 2009 spielt Soap & Skin das erste Mal mit Ensemble. Im Wiener WUK. Ach, wie schön.
Posted in Das Leben
November 16 2009
My very own writing month.
As you possibly have noticed, I take part at the NaNoWriMo, the National Novel Writing Month. Half of the month is over, I already should have been written more than 25.000 words. But: FAIL. I’m at 6.700 words after all. That’s not so good, I know. And this year I really want to take the challenge. But because of the really stressful last weeks, I wasn’t able to do more.
Is it possible to write the next 43.300 words in the upcoming two. weeks?
It will be hard, I know. But I still try it. (And yeah! That’s the first blogpost written with the WordPress-app on my Blackberry. It’s nice, isn’t it?)

November 15 2009
Mir gefallen Tage wie diese.

Sonntag.
Leave me out in the waste. This is not what I do. It’s the wrong kind of place. To be thinking of you.
Mitsamt all dieser wundersamen Sonnenstrahlen erhebt sich der Herbst auf mein Gemüt. Die Blätter – gelb, rot, braun – säumen den Boden, fallen herab. Als ich die ersten langsamen, aufgrund des glitschigen Laubes, Schritte wage, denke ich nach. In 6 Wochen ist Weihnachten. In 7 Wochen 2010. [Ach, wie die Zeit vergeht.]
Mir gefallen Tage wie diese. Kann kaum glauben, dass ich mich so pudelwohl fühle, hier, in meinem neuen Lebensabschnitt. Dass alles so wundervoll passiert, wie es eben passiert. Das ich beinahe schon unbesorgt in die Zukunft blicken kann, trotz all der Querelen, die rundherum passieren. Irgendwie gewinne ich diese wundervolle Naivität zurück, die das Leben um so vieles einfacher macht.
photocredits: kevindooley | flickr
Posted in Das Leben
November 14 2009
My Sister’s Keeper | A movie review

About two weeks ago, I saw the movie “My Sister’s Keeper” in the small old cinema in Gmunden (Upper Austria). And although I’ve heard the storyline a little bit before, I wasn’t prepared for that kind of movie.
The movie is about a family, who is confronted with a hard fact: Kate, the daughter suffers from leukemia. Because of this, the parents tried the “in vitro fertilization” to get a child, who can help Kate. Anna, the girl who “was created” wants to emancipate … she doesn’t want to lose her dreams for saving her sister.
“My Sister’s Keeper” is a fantastic movie. Moving, breath-taking, funny, dreamy and dramatic. I was crying nearly the whole movie long, and wasn’t really able to stand up after the end. I had to wait, to rethinking the film, to get back into my real life. It’s the first time this has happened to me after watching a movie.
So, please. Everyone should see this movie. It starts a very interesting ethical question: What do you think about “in vitro fertilization”? But in the first way, it’s an enormous great movie about a breath-taking story. Watch it!

November 12 2009
Normalerweise vielleicht.

Du hast ein wundervolles Lächeln. Ich hoffe, du weißt das. Ich werde es dir nicht so schnell sagen. Dazu bin ich zu feige. Das würde wohl zu viel offenbaren. Normalerweise habe ich kein so großes Problem, viel von mir preis zugeben. Aber was ist denn bitteschön „normalerweise“. Seit Tagen wohl nichts mehr.
Ich warte. Warte darauf, dass diese Dunkelheit hier aus meinem Zimmer flüchtet. Bis ich mich wieder soweit dazu aufraffen kann, mich hinaus in die Kälte zu stellen, meinen weißen Atem aus meinen Nasenlöchern fliehen zu sehen. Dabei irgendeine wunderschöne, ruhige Musik in meinen Ohren. Vielleicht Coldplay, oder The Decemberists. Elbow, oder Colin Hay. Irgendwas zum Nachdenken. Und dann würde ich da sitzen und einfach mal die innerliche Stille und die außenstehende Ruhe genießen. Aber gerade eben kann ich das einfach nicht.
Gerade eben habe ich ein großes Problem mit der Einsamkeit. Weißt du, das hab’ ich öfter mal. Da kann mich irgendwie nichts beruhigen, selbst wenn ich bei meinen Freunden bin. Es heißt ja, die Einsamkeit selbst gibt es nicht so plötzlich, man sucht sie. Vielleicht ist das ja so. Vielleicht brauche ich dieses furchtbare Gefühl gerade eben in diesem Moment.
Vielleicht aber ärgere ich mich einfach über mich selbst. Über meine Unfähigkeit. Vielleicht sollte ich auch einfach mal wieder schlafen gehen. Wobei ich ja persönlich finde, dass die Traumwelt erst mal überflüssig wird, sobald die Realität endlich wieder stimmt.
photocredits: ok23 | flickr
Posted in Das Leben, Literarisches
Arigona: Eine Geschichte mit Maria und Josef, Krone, Geheimnis und Scham.

Die Kronen Zeitung berichtet über einen Asylbescheid, der erst zugestellt wird (und nur wenige schreien auf), Arigona Zogaj droht nun doch die Abschiebung in den Kosovo (und niemand besetzt das Innenministerium), und Österreich ist noch um ein weiteres Stück unlebenswerter geworden (und niemand kümmert es).
Populismus der schwarzen Sorte
Man warf ja der SPÖ Oberösterreich unter Erich Haider stets furchtbarsten Populismus vor. Zum größten Teil natürlich zurecht. Aber dass auch die VP mit Raiffeisen-Hampelmann (Landeshauptmann) Josef Pühringer den Populismus mit dem Schopflöffel gegessen hat, sieht man hier.
Hier ein kleiner Eintrag von diePresse.com am 18. Dezember 2007:

Hier die heutige Reaktion auf den negativen Asylbescheid auf orf.at:
Als man sich überrascht und bestürzt zeigte, der Fall Arigona also noch ganz frisch war, wollte die Landesregierung von Oberösterreich nicht aufgeben. Als sich dann aber mehr und mehr Unmut breitmachte, wechselte man die Seite, tauscht nebenbei den Innenminister Platter mit einer Innenministerin Fekter, und kommt nun eben auf der harten Schiene. [Leser, die schon lange dabei sind, kennen ihn schon, meinen riesengroßen Hass gegen Frau Fekter]
Die Krone hats gewusst (warum auch immer)
„Sie erhält heute den Bescheid – Arigona Zogaj wird abgeschoben“ … so titelt die Krone österreichweit. Michael Jeanée, Wolf Martin und Hans Dichand werden wohl nackt ums Feuer tanzen und sich erfreuen, dass sie es diesen Linkslinken wieder einmal gezeigt haben. Woher sie die Nachrichten haben? Vom Innenministerium, ja.
Entschuldigung. Ich bin schon wieder sehr emotional. Aber so fragwürdig und abgrundtief dumm der Brief an den Chefredakteur durch Alfred Gusenbauer und Werner Faymann auch war (er war purster Populismus und wahrscheinlich einer der wichtigsten Todesstöße der Sozialdemokratie der letzten Jahre): Wenn das Innenministerium, unter einer schwarzen Ministerin, eine Akte zuerst an die Krone und erst dann zur Post bringt, dann ist das was? Amtsmissbrauch eigentlich.
Wird eigentlich spannend, was die Staatsanwaltschaft damit macht. Schon der Vorwurf des Geheimverrat durch u.a. Günther Platter und Josef Pühringer wurde nach übermäßiger Überprüfung einfach fallen gelassen.
Shame on you
Ja, ich schäme mich, in einem solchen Österreich zu sein. In dem eine „Sozialdemokratische Partei“ an der Regierungsspitze sitzt, die eben solche Dinge einfach hinnimmt (und in der Asylfrage holprig dem Weg der FPÖ zu folgen versucht). Schäme mich, dass eine Partei mit Maria Fekter als Innenministerin zurzeit eine Wahl nach der anderen gewinnt. Dass es die FPÖ immer noch gibt.
Ja, ich schäme mich, dass es nicht möglich ist, dass gut integrierte Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten. Aber es ist leider so.
Ach, liebe Leute. Was habt ihr erwartet. Maria Fekter und Humanität passt so zusammen wie Krieg und Frieden. Erst wenn der Krieg weg ist … [just4ikarus|twitter]

November 11 2009
Digitale Einblicke
Im Gegensatz zu meiner dreiwöchigen iPhone3Gs-Testmöglichkeit bin ich bei „Digitale Einblicke“ in etwas komplett Anderem gelandet. Der Standard arbeitet gemeinsam mit den webguerillas zusammen und schenkt 25 Menschen aus Österreich (und 25 Leute aus der Schweiz) einen Blackberry Curve 8520. In 14 Tagen sollen 14 Aufgaben gelöst werden, und am Schluss soll man sehen, was für Leute das eben sind, die man heutzutage sehr verallgemeinernd als „Generation Web 2.0″ beschreibt.
Generation Web 2.0?
Aber was genau ist die „Generation Web 2.0″ eigentlich? Erstens geht es dabei um das Internet, zweitens um die Art der Nutzung: War es früher üblich, Inhalte einfach nur zu lesen oder sich anzusehen, so ist es heute immer mehr gebräuchlich, selbst im Netz aktiv zu werden. Kommunikation, Dialog, Vernetzung und Interaktivität stehen im Vordergrund. Das geschieht häufig in Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter und Co., wo Gedanken, Bilder, Videos etc. mit anderen Usern geteilt werden. Kurzum: Mit der Generation Web 2.0 ist eine neue Internet-Generation entstanden.
Das Web und die „reale Welt“
Genau diese Generation steht beim Projekt „Digitale Einblicke“ im Mittelpunkt. Was bewegt die Menschen dieser Generation? Was bedeutet Freundschaft für sie? Welche Rolle spielen neue Medien in ihrem Alltag, in ihrem Leben? Gibt es noch ein „reales Privatleben“? Oder hat sich am Ende mit Web 2.0 eigentlich gar nicht so viel verändert?
Was ich mir erwarte
Zuallererst ist es natürlich cool, dass ich mir den Blackberry Curve nach Abschluss des Projektes auch noch behalten darf. Obwohl ich persönlich nie mit einem Blackberry geliebäugelt habe (erscheint mir immer noch als viel zu sehr business).
Das Projekt selbst klingt jetzt, so vor dem Beginn, sehr interessant. Ich bin schon gespannt, was da nun so passiert mit den 25 Teilnehmern. Haben wir noch ein „reales Privatleben“? Ich bin der Meinung, dass wir eines haben. Nur eben etwas abgeändert zu den Privatleben der „normalen Menschen“. Die 14 Tage mit den 14 Aufgaben werden wahrscheinlich sehr anstrengend werden, aber ich bin gewappnet.
Was ihr euch erwarten dürft
Wahrscheinlich leider noch weniger Einträge in den kommenden zwei Wochen. Aber falls es sich zeitlich ausgehen wird, möchte ich zusammenfassende Erfahrungsberichte hier online stellen. Und nach Ablauf des Projektes möchte ich auch noch den Blackberry Curve 8520 durchleuchten.

November 09 2009
Die letzten Tage gab es Nebel.

Sie schmeckt salzig, die Luft. Jeder Atemzug befeuchtet meinen trockenen Hals. Langsam folge ich dem Weg und suche auf dem Boden nach unwichtigen Objekten, die ich wegzutreten wage. Es ist ein Tag wie jeder verdammte andere Tag auch. In meinen Ohren erklingt – von mir gewünscht – The drugs don’t work und in meinem Kopf stolpert in schwerer Gedanke über den nächsten. Es geht mir gut, nur fühle ich mich einfach so furchtbar ausgepowert. So letharg. So schwer.
Dein Lächeln.
Deine Augen.
Dein Gesicht.
Der Moment, als wir uns trafen.
Ich grinse. Wandere weiter, boxe mich durch diese sich wehrende Nebelwand. Bleibe kurz stehen um mir eine Zigarette anzuzünden. Etwas Rauch mehr stört hier wohl niemanden, oder? Ein Blatt Laub erwischt mich am Kopf. Irgendwie tragisch. Auf dem zielgerichteten Weg vom Baum zum Grund, kracht es ohne Halt gegen dieses Stück Mensch. Ich verhelfe ihm zu seinem Ziel, wische es von mir ab.
So Monate wie November oder so ein Wetter wie Nebel sind nicht die beste Grundlage für gute Gefühle. Aber manchmal funktioniert das einfach. Obwohl die Welt um einen herum jahreszeitlich einstürzt, schafft man es doch, mit einem Lächeln durchzuwanken. Mit einem ehrlichen, vom Herzen kommenden Lächeln.
Und als ich mich schließlich auf dieser einen feuchten Parkbank niederlasse, noch einmal tief diese Nebelluft einatme, beginne ich nachzudenken. Über heute und gestern, die Tage zuvor und die Tage danach. Lasse mich umschließen von dieser undurchsichtigen Decke und fühle mich einfach nur gut.
photocredits: just4ikarus (ich) | flickr
Posted in Literarisches
November 04 2009
„FH-Studis werden laut“ – Wirklich?

Warum ich mich mit den Uni-Protesten absolut identifizieren kann, es mir aber schwer fällt, den FH-Protest voranzutreiben. Warum dieses Treffen gestern Abend selbst das Interesse bei wirklich Interessierten sehr schnell schwinden ließ und warum einfach irgendwie ja doch etwas falsch läuft.
#unibrennt = #fhbrennt?
Wie man aus bisherigen Einträgen hier, auf meinen Postings auf Facebook oder auch Twitter mitverfolgen konnte, zeige ich mich absolut solidarisch mit den Anliegen der Protestierenden an den verschiedenen Unis österreich- und europaweit. Ich habe ein Jahr an der Hauptuni in Wien erlebt, und kann so gut wie alle Forderungen voll und ganz nachvollziehen und sehe die Umsetzungen eben dieser als sehr wünschenswert. Aber jetzt bin ich an einer FH, der Fachhochschule in St. Pölten.
Was das Problem bei uns ist? Es geht uns zu gut. Ja. Sieht man nur oberflächlich auf die glatte Haut der FH, so scheinen wir keine Probleme zu haben. Man hat einen sicheren Platz in den Hörsälen, man ist nicht nur eine Matrikelnummer, sondern kann sich auch persönlich viel einfacher an Vortragende wenden. Das Komfort ist einfach um ein bedeutendes Maß größer als ich es von der Uni gewohnt bin. Und so höre ich auch oft die Worte meiner Erstsemestrigen-Kolleginnen und -Kollegen: Sollen sich doch nicht so aufregen, die Uni-Studenten. Die Besetzungen seien unnötig. Und die Frage: Was wollen sie eigentlich? Mein Aufklärungsdienst hilft da nur wenig, da manche einfach nur das Feindbild der Linkslinken in den Protestierenden sehen und andere einfach nicht einsehen wollen, dass eine Veränderung aktuell unglaublich wichtig wäre.
Letzte Woche Donnerstag erreichte uns Studenten eine Mail einer Kollegin aus dem Master-Studiengang Soziale Arbeit. Beinahe etwas zu radikal, aber vor allem sehr, sehr tollpatschig formuliert, rief man also zu einer „Besetzung“ des Kleinen Festsaals auf. Als ich um 10 Uhr, aus reiner Interesse, was man denn jetzt nun machen würde, dort eintraf, waren wir schließlich zu zwanzigst. Die erste Stunde wurde darüber diskutiert, dass die Mail in ihrer Art nicht wirklich ok war, und die kommende Stunde kam es schließlich zum wirklich wichtigen Thema: Um was geht es hier eigentlich?
Die Forderungen, die heute beim gemeinsamen FH-Auftakt vorgestellt wurden (im Laufe des Abend werden diese Forderungen noch umgeschrieben), sind für mich einfach nicht nachvollziehbar, utopisch und haben definitiv eine negative Auswirkung auf die FHs. Ja. Deswegen tue ich mir so verdammt schwer, zu behaupten, dass die FHs nun wirklich brennen.
„FH Studis werden laut!“ – Wirklich?
Gestern Abend (um 18 Uhr) fand in der TU Wien eine Versammlung verschiedener FHs statt. Pardon: Verschiedener Studierender verschiedener FHs. Im Laufe des Abends waren es wahrscheinlich so zwischen 50 und 60 Personen. Und da man dank der Audimax-Besetzer endlich mal wieder das Wort „Basisdemokratie“ in die Köpfe der Studierenden gelangten, musste man hier natürlich auch alles abstimmen. Aber, Leute. Eine Pause kann man einfach mal abhalten, da muss man keine einstimmiges Ergebnis abliefern können. Darin ist die Basisdemokratie, so wage ich es zumindest zu behaupten, noch nie gescheitert.
Weil man aber auch all die Proteste weitestgehendst verschlafen hat, sah man natürlich Handlungsbedarf aufgrund des Bildungsaktionstages heute (am 5. November 2009). Man müsse ja wieder neue Leute mobilisieren. Dass dazu womöglich Forderungen von Nöten sind, wurde man sich schließlich dann auch noch klar. Und so war auch dieses Treffen wie jenes lokale an der FH St. Pölten. Die ersten drei Stunden (und länger konnte ich nicht bleiben, da ich ja nebenbei auch noch studiere) wurde über die kommenden Stunden diskutiert. In diesem Sinne finde ich Basisdemokratie wirklich sehr … schlimm. Vor allem, weil man ja wissen müsste, dass FH-Studierende eben vor allem Pflichtvorlesungen haben und somit mal nicht bis 3 Uhr morgens an Forderungen arbeiten können.
Die FH Studis wurden also nicht wirklich laut. Sie überlegten nur, ob sie es denn werden sollten.
Eigentlich irgendwie ja doch.
Die (wahrscheinlich jetzt nicht mehr aktuellen) Forderungen ließen meinen Kopf schütteln. Man wolle die Zugangsbeschränkungen abschaffen, denn die FHs sollen sich nicht nach der Wirtschaft, sondern nach dem Andrang der Studierenden richten. Meiner Meinung nach lebt aber die FH von ihren Zugangsbeschränkungen. Aber natürlich kann ich einer weiteren Forderung, der größeren Transparenz beim Aufnahmeverfahren einiges abgewinnen.
Aber worum es mir eigentlich geht: Wir sollten nicht unnötig nach Problemen suchen, die es an der FH gibt. Klar, es gibt welche, sie sollen auch aufgezeigt werden. Aber z.B. sehe ich Studiengebühren an einer FH wie jener in St. Pölten als okay an. Denn hier bekomme ich ja etwas geboten. Für ein Studium an der Uni Wien unter den aktuellen Bedingungen wäre ich aber nie wieder dazu bereit, Geld zu bezahlen.
Wir, die FH-Studierenden, sollten uns nicht zurücklehnen und uns unseres Komforts erfreuen. Wir sollten gemeinsam mit den Universitäten dafür kämpfen, dass die Bildung in unserem Land endlich wieder einen höheren Stellenwert erhält. Dass man endlich wieder Geld in die Hand nimmt und einige verkrustete Strukturen umändert. Dass sich endlich wieder mal etwas bewegt. Alles andere wäre arrogant. So empfinde es zumindest ich.

Nachdem die Universitäten nun schon seit zwei Wochen ihre Hörsäle besetzen, möchten sich nun auch Studierende der FHs beim Protest einbringen.
November 01 2009
Vier. [Eine Meldungsübersicht]

(1) Eintausendfünfhundertfünfundzwanzig Wörter pro Tag. Das ist der mein Auftrag an mich selbst. Denn mit dem heutigen Tag startet der National Novel Writing Month, kurz NaNoWriMo. Ich werde versuchen, meine Aufgabe zu erfüllen. Vielleicht schaffe ich es diesmal, mich so richtig reinzuhängen. Die größte Gefahr könnte hier allein der Faktor Zeit sein, denn die habe ich zurzeit wirklich nicht mehr so zu Genüge. (Und hier kommt man übrigens zur Facebook-Fanpage rund um Volle Distanz. Näher zu dir)
(2) Apropos Zeit. Die Fachhochschule (so toll ihre Ausbildung auch ist) fordert mich. In keinster Weise ist es auch nur annähernd vergleichbar mit meinen produktivsten Wochen in Wien an der Hauptuni. Hier hat man eben jede Woche mal eine Prüfung und muss nebenbei den ganzen Tag in der FH sitzen, und nachts (okay, zugegeben, das ist auch meine produktivste Zeit) all die Referate und Hausübungen schreiben. Es ist stressig. Und hab’ ich mal einen Tag frei, dann muss ich ins Büro zu meinem Job in Wien. Und selbst das Wochenende erscheint mir zurzeit völlig stressig. Ich brauch’ mal wieder Pause, okay.
(3) Ich habe übrigens eine neue Idee. Für ein Buchprojekt. Ihr kennt doch meine bisher sehr vernachlässigte Rubrik „Some ways to get back into trouble„? Wo ich selbst Tipps gab, wie man wieder auf die Verliebtheitsspur kommen könnte. Ok. Ich selbst habe mich oft nicht an meine bisherigen zwei Ratschläge gehalten. Und hier kommt eben das Buch. Ich mache mich auf den Weg back into trouble, dokumentiere meine Erlebnisse voll Gefühl und Humor, werfe immer wieder neue Ratschläge ein. Um mich selbst wieder mehr dazu zu drängen, nach Liebe Ausschau zu halten (ich verhalte mich zurzeit sogar den nettesten Frauen gegenüber furchtbar abweisend). Und vielleicht (okay, ich bin mir sicher) interessiert es ja irgendjemanden. Aber das Schreiben dieses Buchprojektes hat natürlich keine große Wichtigkeit. Hier lasse ich mir Zeit. Vielleicht Frühjahr 2010. Oder bis zu meinem Geburtstag.
(4) Vielleicht melde ich mich demnächst schon wieder häufiger zurück. Man sei gespannt.
photocredits: kevindooley | flickr
Posted in Das Leben, Meldungen
Über die Parteijugend
Einige Informationen vorab: Ich, als Ersatzgemeinderatsmitglied der SPÖ in einem kleinen 3.800-Einwohner-Kaff kurz vor den Tiefen des Salzkammerguts wurde vor einigen Wochen angefragt, ob ich Interesse daran habe, eine JG, also eine Junge Generation (eine mir zuvor zwar kaum bekannte, aber scheinbar schon sehr anerkannte SP-Jugendorganisation) in meinem Heimatort gründen möchte. Hier meine Gründe, warum ich mich nicht dazu im Stande sehe, dies zu tun; warum ich auch keinen Sinn darin sehe und was ich grundsätzlich von Jugendorganisationen halte
Warum ich keine JG Pinsdorf gründen werde
Einerseits sehe ich vor allem meinen Zweifel an der SPÖ als einen der Hauptgründe an. Ich bin ein glühender Vertreter des sozialdemokratischen Grundgedankens, kann aber einfach mit der SP-Politik auf Bundes-, Landes- und zum Teil auch auf Kommunalebene einfach nichts anfangen. Und wenn ich auf Facebook lese, dass die „Jg gmunden [...] gerade die internationale vor dem rathaus [gröllt (sic!]„, und das um 1 Uhr früh, dann frage ich mich schon: Und soll es das nun sein? (Mal ganz abgesehen von dem Rechtschreibfehler und dieser unnötigen Kleinschreibung)
Eine Partei-Jugendorganisation sehe ich, so ist es leider, als eine Zusammenkunft kommender Parteifunktionäre an. Selten bis gar nicht höre ich von jungen Vertretern der SPÖ oder der ÖVP, dass ihre Parteien irgendwelche Fehler machen. Aber ist es nicht genau das, was die Jugend (und die Menschen im Allgemeinen) interessieren sollte? Dieses kritische Hinterfragen? Ich war ein Jahr lang Mitglied bei der SJ Gmunden, einer kleinen Gruppierung, die sich im Jahr darauf auflöste. Weil die Ansichten sowieso um einiges linker als der linke Flügel der SPÖ war, und weil sich vor allem der Vorsitzende linkeren Dingen zuwendete. So schräg das damals alles verlief, die wenigen Treffen wurden dazu genützt, sich mit wichtigen Themen und den Standpunkten der verschiedenen Parteien auseinander zu setzen.
Und ein zweiter Punkt ist natürlich die Zeit und die Ferne, in der ich mich mindestens 5 Tage pro Woche befinde.
Warum ich keinen Sinn in JGs sehe
Sie erreichen zumeist die falschen Menschen. Klar, es ist nie schlecht, Gleichgesinnte zu finden. Nur leider erreicht man mit ihnen zumeist sehr schnell einen Konsens. Das ist nicht falsch, aber man muss sich auch etwas mit den anderen Sichtweisen auseinandersetzen.
Mein Zweifel gegenüber der SPÖ hindert mich daran, mich mit jungen Leuten über dieses Thema zu unterhalten. Viel mehr würde es mir Spaß machen, ein kleines bisschen politische Bildung zu versuchen. Nicht: „Warum soll ich diese eine Partei wählen?“; sondern: „Wofür stehen eigentlich all diese Parteien?“ Eine kritische Diskussion (und die würde entstehen) wäre tausendmal interessanter, als zu viert, fünft, sechst die Internationale vor irgendeinem Rathaus zu gröhlen (richtige Schreibweise). Das schreckt eher ab, finde ich. Verdammter Konformismus, der doch bitteschön immer noch zu bekämpfen ist, oder?
Warum ich keinen Sinn in Jugendorganisationen im Allgemeinen sehe
Müssen nun aber überall diese JGs oder JVPs gegründet werden, um die Jugend von Heinz-Christian Strache wegzulocken? Wenn ja, das bringt nichts. Aktiv in diesen Jugendorganisationen arbeiten solche jungen Menschen, die für ihre Parteien ohnehin schon laufen, und klatschend für Bühnen stehen, auf denen ihr Heiliger (meist Parteivorsitzender) eine Rede hält. Einzig die JVP mit ihren Clubbings konnte so sicherlich einige junge Wähler überzeugen, die sich eben nicht dieser radikalen Gruppe rund um Strache zuwenden wollte.
Parteijugendorganisationen werden oftmals von der Parteispitze aus der Taufe gehoben, ein linientreuer junger Erwachsener an die Spitze gestellt und trotz allem hat die Partei itself immer noch einen viel zu hohen Einfluss. Hier fällt mir das Beispiel mit den Audimax-Besetzern ein: Warum müssen Parteijugendorganisationen stets hierarchisch, wie Parteien selbst, organisiert werden? Warum funktioniert so etwas nicht basisdemokratisch, eben womöglich auch mit verschiedenen AGs zu politischen Themen; AGs, die stets miteinander interagieren? Es wäre zumindest einen Versuch wert.
Und warum ich hier nur über JG und JVP geschrieben habe? Weil ich bisher noch nie in Kontakt mit einer Grünen Parteijugend kam; und vor allem, weil ich keine Ahnung habe, wie man Jugendliche von der RFJ, dem Ring freiheitlicher Jugend, weglocken könnte. Und gerade dieses Wissen macht mich nicht gerade stolz und erfreut.
Natürlich sollen diese Parteijugendorganisationen weiter bestehen, und hier und da mal eine Partei für ihre Klientel schmeißen. Aber viel schöner finde ich die Idee, Politische Bildung endlich in die Klassenzimmer zu schicken als unendlich wichtige Entscheidung an. Das würde eindeutig mehr Wähler bringen, egal für welche Partei.

October 31 2009
Ein Relaunch?
In meinen bisherigen Blogeinträgen nach anscheinend längerer Pause habe ich immer wieder beteuert, wie sehr mir doch das Projekt „POLILOG“ am Herzen liegt. Das ist nun nicht mehr so.
In den letzten Tagen habe ich sogar mehrfach überlegt, den Blog zu schließen, und meine Meinung unter einer neuen URL zu veröffentlichen. Ich wollte einen Blog rein zu Web 2.0- und Technik-Themen machen, vor allem, weil ich mich dann auch wirklich mit allen neuen Dingen in dieser Welt auseinandersetzen müsste. Und einen Blog für Politik und Gesellschaft (und Medien).
In letzter Zeit verfiel ich immer mehr meiner Rolle des Gutmenschen. Okay, ich habe nie versucht, objektiv zu sein (die ersten zwei, drei Wochen von POLILOG vergessen wir mal), aber zuletzt war ich entweder sehr aufgebracht und/oder gefühlsüberladen. Mir gefallen die Einträge, heute gelesen, nur mehr sehr selten. Was mir aber heute noch gefällt sind die politik-, gesellschafts-, Web 2.0- und medientheoretischen Einträge. Die gab es zwar nicht in so großer Anzahl, aber in meist gelungener Ausführung.
Vielleicht spezialisiere ich mich darauf. Mir würde das gefallen. Es würde zwar dann auch keine täglichen Blogposts regnen, aber die Wenigen (2-4 Mal pro Monat) würden dann wenigstens meinen Qualitätsansprüchen (und hoffentlich auch Euren) genügen.
Was haltet ihr davon? Neue Blogs? Anderer Titel für den Blog? Helft mir bei meiner Selbstfindung.

October 30 2009
Heute. Nein Gestern.

Wisst ihr, es ist schon komisch.
Da verliert man vor zwei Jahren und einem Tag den zu diesem Zeitpunkt wohl wichtigsten Menschen der ganzen Familie. Kein Tag vergeht, an dem man nicht über ihn spricht, jedes Mal schlucke ich etwas fester, wenn ich am Kühlschrank sein Bild sehe. Und immer unruhiger und niedergeschlagener werde ich, wenn der Jahrestag auf mich zu kommt. Und meine Familie, zuhause vereint, besucht das Grab und ich, fernab meiner Familie, sehe mir noch einmal diesen einen Blogeintrag an, welchen ich noch am selben Tag des Geschehnisses schrieb. Um zu bemerken, dass er nicht heute, nein gestern vor zwei Jahren gestorben ist.
Am 29. Oktober 2007 passierte das. Und jedes Mal wieder rührt es mich zu Tränen. Das da. Und das.
Was folgte, war eine Therapie. Viele lange Diskussionen mit meinen Eltern, zwei Weihnachtsfeste, die eben etwas anders verlaufen sind, als man es sich womöglich vorstellen hätte können. Was folgte, war ein langer Weg zurück. Für mich. Ich habe keine Ahnung, wie es meiner Mutter, meiner Schwester oder meinem Vater mit der Situation geht. Nicht, dass ich nicht mit ihnen rede, nein. Ich komme nicht an sie ran. An keinen von ihnen. Was folgte, war das Akzeptieren eines Lebens ohne gewissen Personen. Was folgte, war die Erkenntnis, dass man auch noch so hoffen und träumen konnte, nichts bleibt wie es ist. Nichts wird je wieder so werden. Nicht so. Nein anders.
Mir geht es gut. Ich habe den Tod meines Neffen Timi akzeptiert. (Und ich vermute, ich bin der Erste und bisher Einzige in meiner Familie, der das geschafft hat). Und doch. Jedes Jahr. Egal ob nun einen Tag zu spät oder zu früh. Irgendetwas liegt mir Ende Oktober von nun an immer im Magen.
(Und wie gerne wäre ich heute oder gestern oder wann auch immer zum „Friedhof der Namenlosen“ gefahren. Einem der wohl berührendsten, traurigsten und wunderschönsten Plätze der ganzen Welt.) Und ja. Jetzt eben habe ich sogar wieder einmal geweint.
flickr: jenny downing
Posted in Das Leben
October 29 2009
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